Meldorf wird zur Wasserballhochburg

- Nur 1 Auto - für 6 Leute war DB angesagt

- Meldorf: Nur 7500 Einwohner, aber ein schnuckeliges Schwimmbad

- Start zum ersten Spiel gegen Tönning

- Verzweifelt: Matthias nach dem ersten Spiel

- Ganz stark: Wikinger im Nichtschwimmerbecken

- Zunehmend abgebrühter: Timo Sch.

- Zwischen den Spielen: Kicken im Sand

- "Meyern": Jungs, hier müsst ihr noch gewaltig was lernen
7 Spieler im Alter von 14 – 18 plus 4 „alte“ Wasserballhasen, eine kuriose, aber extrem lebendige Mischung von Wiking-Wasserballern die diesmal unterwegs waren. Einerseits, weil es bei der Herrenmannschaft eine extreme Trägheit gibt auf Turniere zu fahren und überhaupt mehr als die 8 Liga-Spiele im Jahr zu machen, andererseits weil einige der B-Jugendlichen eine großartige Saison gespielt haben und jetzt einfach fällig sind, so ganz langsam mal etwas rauere Wasserballuft zu „schnuppern“.
Angesagt war ein „Spaßturnier“ der Evers-Sharks, einer Betriebssportmannschaft aus Meldorf. Eingeladen war alles, was Rang und Namen hatte: Neben Meldorf und Tönning, Keitum, Lübeck und Itzehoe. Die letzten 3 Mannschaften in Bestbesetzung. Das hat eigentlich nur unseren (ehrgeizigen) Torwart Matthias geschockt. Und der war richtig sauer, als wir gleich das erste Spiel gegen Tönning zwar nur knapp mit 4 : 5 verloren haben, sich aber rausstellte, dass Tönning sich mit 3 der besten Keitumer Spieler verstärkt hatte. Ok, wir haben nicht berauschend gespielt – wie so oft bei einem ersten Spiel, aber schlecht für ein so wenig eingespieltes Team war es auch nicht.
Matthias hatte eh keine Wahl, wir hatten ja nur mit Haukes Auto da und die Züge, das sollte für die zweite Truppe auf dem nach-Hause-Weg dann auch noch spannend werden, fuhren im 3 Stunden Takt. Also blieb Matthias da und seine Laune bessert sich dann auch schlagartig, weil wir im zweiten Spiel gegen Lübeck zwar ebenfalls mit 4:5 knapp unterlegen waren, aber wirklich sehr viel besser agierten. Benny, Lennard, Malte und Simon spielten plötzlich wie die „Großen“, drehten auf, hatten auch keine Angst mal einen 100 kg-Kerl eng zu decken und zu attackieren. Mehr noch: Sie fingen sogar an Tore zu schießen. Respekt !
Das nächste Spiel gegen Itzehoe ging dann mit 3 : 7 verloren. Keine Chance bei dieser starken Besetzung – dennoch alle von uns deutlich selbstbewusster dabei und Max konnte in diesem Spiel einen mit viel Applaus quittierten „Kracher“ aus 12 m Entfernung über Innenpfosten – Tor im Netz versenken !
Etwas entäuschender, weil plötzlich alles wieder durcheinander ging, das Spiel gegen die Gastgeber, was wir zwar mit 4 : 1 gewinnen konnten, trotzdem: Wenn man sich einem guten Gegner im Niveau anpassen kann, dann muss man das doch nicht auch bei einem weniger guten Gegner so machen.
Dann endlich mal drei Spiele Pause und die Chance unsere wahren Stärken auszuspielen: Im Gastrobereich, beim Rumtoben im Nichtschwimmerbecken/Freibad und draußen auf dem Fußballfeld. Schöne Anlage !
Letztes Spiel dann gegen die Übermacht Keitum. Keine Chance und somit vorletzter Platz !
Fazit des Tages:
- Gut, dass wir diese Gelegenheit Spielpraxis zu bekommen, wahrgenommen haben.
- Schön, dass wir mit Fenja eine Wasserballerin im Team haben
- Der Turniersieger Keitum hat wieder einmal bewiesen, dass man auch generationsübergreifend extrem erfolgreich Wasserball spielen kann und dass es auch für uns bestimmt nicht verkehrt ist, von Zeit zu Zeit mit so einer Mischmannschaft loszuziehen.
- Dennoch, der allerletzte Kick fehlt noch, wenn man bedenkt, dass eine obersympathische und witzige Wiking-Truppe unterwegs war, aber alle nach dem letzten Spiel ganz schnell nach Hause mussten. Eigentlich schade, denn das Turnier war so schnell vorbei und man hätte es da gut noch 2 Stunden aushalten können, zumal die Gastgeber echt was auf die Beine gestellt haben.
- Im übrigen gab es am Ende des Tages auf einer viel zu kurzen Zugfahrt dann noch einen richtigen und ultimativen Gewinner: Der „Herr des Würfelbechers“. Noch irgendwelche Fragen ?
