Moritz, Daniel, Alex und Marco in der richtigen Wasserballszene

Dass unsere vier 96iger Jungs sich plötzlich im starken Hamburg-Team wiederfinden und im Schleswig-Holstein-Team nur noch engagierte HH-Spieler spielten ist eine Kuriosität, die wir mit einem zwinkernden Auge gerne in Kauf genommen haben, denn unsere 4 Jungs konnten so in einem richtig starkem Team gegen richtig starke Gegner mal auf ganz hohem Niveau Wasserball spielen. Dafür gab es auch einen Tag schulfrei, wurden fast 1000 km zurückgelegt und sage und schreibe 10 Spiele von Freitag-Abend bis So.-Mittag gespielt. Und zwar mit ganz beachtlichen und niemals für möglich gehaltenem Erfolg: 3 Siege, 1x Unentschieden; 6 Partien, die verloren gingen und einem legendären 11. Platz !

Glückwunsch Jungs ! (Und ich muss jetzt mein Versprechen +  eine Zugabe einlösen).

Danke ! an den Motor der HH-Wasserballszene, Philipp Kopf und sein Team und an die Wasserballwarte von HH und S.-H., ohne die diese Kooperation nicht möglich gewesen wäre.

Doch hier der Bericht von Marco, Daniel, Alex und Moritz und wie es wirklich war:

Mal wieder ein Freitagmorgen an dem wir früh aufstehen mussten, damit wir um 6.21 Uhr mit dem Zug nach Hamburg fahren können. Es ging zum Zwergenpokal, einen D-Jugendturnier mit Auswahlmannschaften aus ganz Deutschland.Im Zug trafen wir auf Marko, der auf dem Weg zur Arbeit war. Nach einiger Zeit kamen wir in Hamburg-Dammtor an, wo Philipp wartete. Kurz danach ging es auch schon schnell mit einem Neunsitzer zum Schlump. Dort erwarteten uns unsere Hamburger Freunde. Nun wurden wir in drei Busse aufgeteilt. Kurz danach ging es auch schon in Richtung Auerbach in Südwestsachsen. Auf der Fahrt meierten wir ziemlich viel. Nach zwei Dritteln der Fahrt war eigentlich vorgesehen, dass wir in einem Freibad in Hermsdorf in einer Pause Vorbereitungstraining machen wollten, doch daraus wurde nichts: Wegen Kälte geschlossen. Nach ungefähr drei weiteren Stunden waren wir endlich da. Als Unterkunft gab es Blockhütten. Als erstes haben wir gegen die erste Mannschaft von Sachsen gespielt und haben 1:14 verloren. Danach gingen wir leicht genervt zurück zu unseren Hütten.

Am nächsten Tag ging es schon früh raus. Wir mussten um halb sieben aufstehen. Dann fuhren wir mit dem Auto ins Freibad und spielten gegen Berlin. Da die Gegner stark waren spielten wir defensiv nur mit einem 14:0. Danach haben wir gegen Südwestfalen 2 gespielt und mit 6:2 gewonnen. Kein guter Sieg, denn wir hätten locker höher gewinnen können. Aber das gelang uns nicht, weil wir doch etwas nervös und unkonzentriert waren. Erst im nächsten Spiel gegen Cuxhaven waren wir auf Betriebstemperatur. Es war sehr spannend. Wir konnten am Ende deutlich aufholen und gewannen mit 11:5. Jetzt waren wir endlich richtig eingespielt und nun kam das Spiel gegen Duisburg, die am Abend zuvor angegeben und gesagt haben, dass sie gegen uns locker gewännen. Aber nix da. Wir gewannen nach einem turbulenten Match mit 6:8.

Damit war die Vorrunde beendet und wir hatten uns als Gruppendritter für die mittleren Plätze qualifiziert.
Als erstes spielten wir in der Platzierungsrunde gegen Mittelrhein. Es war ein ausgeglichenes Spiel, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt, denn wir waren jetzt nervös. Im Spiel verlor Malte seine Kappe und konnte sie nicht vom fünf Meter tiefen Boden heben. Er fragte einen Gegenspieler, ob es das tun könnte, und der tat es auch. Sein Trainer rastete aus und schrie: "Sag mal Timo, spinnst du jetzt?"
Wir hatten einen komischen Schiedsrichter, der nach drei persönlichen Fehlern eines gegnerischen Spielers den nicht rausgestellt hat. Er spielte trotzdem mit und Mittelrhein kam in Ballbesitz.

Dann wurde das Spiel unterbrochen, Mittelrhein bekam den Ball und nahm eine Auszeit. Es waren noch neunzehn Sekunden zu spielen und Mittelrhein durfte mit allen Spielern spielen und verlor aber nach zwei Sekunden den Ball, weil Daniel den Ball abfing. Dusseligerweise gelang es uns nicht, den Ball im Tor unterzubringen, weil der Schiedsrichter einen Hosenzieher im Fünfmeterraum bei Moritz nicht gesehen oder gepfiffen hat. Das Spiel endete 7:7.
Am Abend grillten wir mit den Bremern und Cuxhavenern. Es gab saftige Steaks. Das war nett. Dann gingen wir in unsere Muffbude mit Heizlüfter und qualmenden Klamotten.

Am nächsten Morgen war wieder um halb sieben aufstehen. Nach dem Frühstück sind wir wieder zu unseren Hütten gegangen und Evi hat unseren Müll entsorgt. Später im Freibad haben wir die letzten drei Spiele gespielt. Das erste Spiel war gegen Bayern. Die waren körperlich stark überlegen, deshalb konnten wir nur den Endstand von 10:7 erreichen. Danach kam ein Freundschaftsspiel gegen Niedersachsen und wir waren so nett und haben sie 10:1 gewinnen lassen. Nach einer langen Pause spielten wir das letzte Spiel gegen Magdeburg. Im Laufe des Spieles wurden Ellbogenchecks, Tritte und Schläge in Magengruben von ihnen verteilt. Nach dem Seitenwechsel und dem vierten ernsten Vorfall der nicht vom Schiri bestraft wurde, entschied unser Trainer Philipp das Spiel beim Stand von 4:7 im Interesse der Gesundheit der eigenen Spieler abzubrechen. Das Spiel wurde 0:5 gegen uns gewertet. Okay so.
Das Turnier war beendet. Das Team erreichte Platz 11 von 18.
 

Der Bericht auf der HTB-Seite mit Bildern: hier