Sehr, sehr schade: WaBa-Trainer Steffen geht nach Berlin

Es war eins der wenigen Male, wo dieses strahlende Gesicht mal ernst dreinblickte und dieser sonst so aufrichtige und fröhliche Blick deutlich angespannt wirkte. Steffen Naumann, seit 2 Jahren Trainer der Wasserball-Herren sowie der älteren Jugendlichen eröffnet im Rahmen einer Mannschaftssitzung „seinem“ Team: „Ich habe ganz kurzfristig einen Studienplatz in Berlin bekommen und werde meiner Freundin dahin folgen. Das einzige, was mir diese Entscheidung wirklich schwer gemacht hat, seit ihr und das, was wir hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben“. Und auch das war – wie immer bei Steffen – grundehrlich und keiner zweifelte daran. Somit verlässt der Trainer, Motor und einer der besten Spieler 18 Monate vor seinem ehrgeizigen Ziel mit Wiking Oberliga-Meister zu werden, die Wasserballszene in Kiel. Allerdings ohne sich aus der Verantwortung zu stehlen, denn er hat maßgeblich dafür gesorgt, dass es jetzt Lösungen gibt und die Ziele weiter verfolgt werden bzw. der Aufwärtstrend und die Euphorie keinen Dämpfer bekommen sollen.

2 Jahre „Sport frei“-Steffen kann man in aller Kürze vielleicht so charakterisieren:

  • gutes, immer vorbereitetes Training
  • viel Ansprache, Aussprache, Einzelgespräche, sportpsychologisch volle 15 Punkte
  • Eine super-Kombi aus Ehrgeiz, Biss und dem Motto, das ganze soll in erster Linie Spaß machen
  • Perfekte Zusammenarbeit mit allen WaBa-Verantwortlichen
  • Extreme Verjüngung der Mannschaft
  • Der Beginn eines Mannschaftslebens über das Training hinaus
  • deutlich mehr „Härte“ im Wasser und immer die Hand in der Badehose des Gegners

Steffen war ein absoluter Glücksfall, wie uns damals schon nach wenigen Wochen bewusst wurde. Außer einer Menge Wasserball-Know-how, hat Steffen vor allen Dingen Professinonalität im Umgang mit der Mannschaft/den einzelnen Spielern mitgebracht. Hier sickerte unverkennbar seine Erfahrung als Sportler im Jugendkader (Wasserball) und im bundesdeutschen Juniorenteam (Segeln) durch, wo er - wie er selber betonte - wirklich gute Trainer hatte. Außerdem wurde Steffen nicht müde, die sportlichen Grundwerte zu predigen – durchaus mit Erfolg und zwar weil allen doch relativ schnell klar wurde, dass es so einfach mehr Spaß macht.

Seine Beliebtheit in der Mannschaft und einige mittlerweile richtige Freundschaften garantieren, dass Steffen jetzt zwar in Berlin, aber nicht aus der Welt ist. Uns bleibt an dieser Stelle nur noch zu sagen: Danke, Danke, Danke, Steffen ! Und: Sport frei !

Weiter geht es im übrigen jetzt mit einem Team aus 4 Verantwortlichen: Carsten Eschrich, Matthias, Timo und Max. Dabei wird Carsten, der aus Schwerin zu uns gewechselt hat, aber schon seit einem Jahr mit uns trainiert, hauptverantwortlich das Training übernehmen. Aber das ist dann auch schon einen neuen Beitrag wert !