2-tägiges Wasserballtournee

Komfortabel: Mit einem 9-Sitzer unterwegs
Alex erklärt allen die Überzahlaufstellung...
...für einige ist das neu - für andere nicht
Gemeinsames Warmmachen: Das S.-H.-Team
Zunächst eine fast einstündige Trainingseinheit
Dann letztes "Briefing" vorm ersten Spiel
Anpfiff in der riesigen "Trainingshalle" mit optimalen Wasserballbedingungen
Erstes Spiel gewonnen: Die S.-H. Auswahl aus Meldorf und Wiking
unten (v.l nach rechts):Moritz, Alex; Mitte: Marco, Daniel, Ivo, Boie, Timo; Oben: Ede, Hendrik, Christopher
Hamburg-Spieltag: Etwas chaotisch - aber Hauptsache wir können spielen und die Fahrt war nicht umsonsonst
Schoss heute sein erstes Tor: Adam
Wasserballerischer Durchbruch an diesem Wochenende: Unsere Nr. 7: Ivo
Dreamteam - trotz knapper 8ter-Besetzung
Süß, die Beiden, nicht wahr ?

Tolles Wasserballwochenende, großartige Gastfreundschaft in Rostock, der Beginn der Auswahlmannschaft in S.-H. und ein erfolgreicher, aber wieder chaotischer Spieltag in HH

Samstag, 10 Uhr, Aufbruch zu einem intensiven Wasserballwochenende. Erstmals sehr komfortabel mit einem geliehenen 9-Sitzer-Bus. Das Ziel: Die alte „Kader-Schmiede der DDR“ in Rostock und zwar dort die Neptun-Schwimmhalle.
Dort sollte das erste Nord-Auswahl-Training mit Beteiligung der Hamburger-Auswahl stattfinden. Es wurde letztendlich eher ein sehr intensiver Spieltag, da plötzlich zwei „offizielle“ Spiele ausgetragen werden sollten. Aber o.k., wir sind die Improvisation an solchen Tagen ja mittlerweile gewohnt.

Die S.-H.-Auswahl bestand nach Absage der Itzehoher-Spieler aus 4 Meldorfern: Chris, Boie, Hendrik und Timo und 6 Kielern: Ivo, Alex, Marco, Ede, Moritz, Daniel.

Start dann für uns mit einer 45 minütigen Trainingseinheit im kleineren Teil des 50 m Beckens: Trainer Richard aus Meldorf, der im übrigen heute Geburtstag hatte, arbeitete mit den beiden Torwarten. Marko mit den anderen 8 Jungs: intensive Ballarbeit in 3er Gruppen. Parallel fightete Warnemünde gegen die Hamburger in einer ganz spannenden und ausgeglichenen Partie.

Dann wechselten wir das Becken: Das erste Spiel gegen Warnemünde unter Top-Rahmenbedingungen: Elektronische Zeitmessung und Ergebnisanzeige, inkl. sichtbaren Countdown der 30 Sekunden am Beckenrand – wie bei den Profis.

Spiel 1: S.-H.-Auswahl gegen Warnemünde

Allerdings fingen wir – wie eigentlich immer – wenig professionell an. Ohne Aufstellung, wenig Bewegung und die Meldorfer definitiv nicht integriert. Jedenfalls noch nicht ! Zu allem Übel scheiterten die ersten 7 Schüsse (und Schüsschen) aufs Tor an dem überragenden und (noch) besten Torwart der C-Jugend-Liga: Linus aus Warnemünde. Auf unserer Seite wechselten sich Chris (Meldorf) und Ede (Wiking) im Tor ab – hatten aber kaum etwas zu tun, denn gegen Ende des 2. Viertels drehten ihre Mitspieler dann tatsächlich langsam auf: Es wurde bei den 8 Feldspielern gerecht durchgewechselt und wieder mal setzte unsere MoMaAlDa-Achse (für einige auch die „Achse des Grauens“) die Akzente, doch auch die Meldorfer drehten auf, wurden angespielt, fighteten und fingen an, mit richtig Spaß mitzuspielen. Das ganze Spiel über wurde erstklassig verteidigt, aber vorm gegnerischen Tor wurde immer noch nur zweitklassig agiert. 12 berechtigte Abpfiffe wegen 30 s und vor allen Dingen kein vernünftiges Spiel über den Center, obwohl dort jemand (meistens Ivo) schnell positioniert und anspielbar auf den Ball wartete. Das Ergebnis nach 45 Minuten: 8 : 2 für uns. Als Einstiegsspiel durchaus o.K.

Spiel 2: S.-H.-Auswahl gegen HH-Auswahl 

Das nächste Spiel dann gleich gegen die deutlich agileren Hamburger (unser derzeitiger Lieblingsgegner), allerdings mit schwächerem Torwart als die Warnemünder. Dieses Mal sofort Power-Play von unserer Seite, aber auch die Hamburger, die zwar nicht mit ihrer stärksten Truppe da waren, machten sofort klar, dass das kein Spaziergang für uns werden sollte.
Letztendlich konnten wir aber auch dieses Spiel klar (9 : 3) für uns entscheiden und zwar durch erstklassige Verteidigung (schnelles Zurückschwimmen, gegenseitiges Helfen), einem Ivo, der heute definitiv seinen „Durchbruch“ (u.a. mit schönen Toren) feierte und den Meldorfern, die trotz einiger Unsicherheiten im Ballhandling , jetzt wirklich gut mitspielten. Klasse !

Wenn die Trainer eigentlich nur noch sagen „Weiter so“ und taktische Entscheidungen selber, also im Wasser gefällt werden, dann macht das allen Beteiligten einfach nur noch Spaß. So wurde der überragende Timo von Seiten der Hamburger eng bzw. doppelt gedeckt und nach zwei erfolgreichen Fernschüssen von ihm gab es dann sogar unterstützende, hochgereckte Arme in der Nähe des Torwartes und eine Press-Deckung ab der Mittellinie.

Spiel 3: Wiking Pikes gegen Warnemünde 

Das dritte Spiel dann nochmals gegen Warnemünde, ein riesige Bitte der Gastgeber und ein Vorgriff auf den Sonntags-Spieltag, denn das sollte Warnemünde die Anfahrt nach Hamburg ersparen. Die Warnemünder waren im Gegenzug einverstanden, dass wir – weil wir nur mit 6 Wiking-Spielern angereist waren – uns offiziell mit einem Meldorfer verstärken durften.

Von Müdigkeit nach einer Trainingseinheit und 2 Spielen war noch überhaupt keine Spur und im Gegensatz zu den Warnemündern hatten wir ganz offensichtlich die besseren Fitness-Werte.

Das Spiel fand eigentlich ausschließlich in der gegnerischen Hälfte statt und jetzt waren auch im Angriff die vor 3 Stunden noch schmerzlich vermissten schönen Anspiele und Kombinationen zu sehen. Was soll man noch schreiben ... ... diese Zeilen drücken doch schon Begeisterung und auch ein bisschen Stolz auf mittlerweile 6 „Ausnahmewasserballer“ aus, die an diesem Tag und sicherlich künftig gerne wieder die 4 sehr ehrgeizigen Meldorfer Spieler in die Reihen eines S.-H.-Teams mit aufnehmen werden. Ergebnis dieses Spiels 19 : 4 für die Wiking Pikes.

Apropos Meldorfer: Bei der Verabschiedung („wir sehen uns ja in 3 Wochen in Dänemark“) gab es noch eine extrem riskante Wette des Meldorfer Trainers, der frech behauptete, dass die Meldorfer die Wiking Pikes am Ende dieser Saison definitiv schlagen würden. „Papelapapp“, ein Kasten Bier für den Trainer und ein freies Essen für alle Spieler und „Hand drauf“. Diese Wette steht jetzt, auch wenn die Meldorfer 5 x pro Woche trainieren, da werden wir hundertprozentig gegenhalten !!!

Vielen Dank ! 

Der ganz große Dank an diesem Tag gebührt aber den Warnemündern um Rainer Seidel und Christian Straege: Ein toller Wasserballtag hier in der großen 50 m-Halle, viel Publikum, eine tolle Schiedsrichterin und ein grandioses Kuchenbuffet für alle Spieler und Betreuer. Hier kommen wir trotz der 2 stündigen Anfahrt gerne wieder her.

Hamburger C-Jugend-Spieltag am Sonntag 

Am nächsten Tag dann das ernüchternde Gegenteil. Schon um 8.15 Uhr ging es – wieder mit unserem 9 Sitzer + Moritz Vater im dichten Schneetreiben und mit Tempo 60 nach Hamburg.

Statt regem Wasserballtreiben – immerhin war ein offizieller Spieltag mit 12 Spielen auf 2 Feldern angesetzt – nur eine abgeschlossene Halle und Ratlosigkeit, wo man denn nun den Schlüssel herbekommt. Dank Peter Plauschin vom ATSV wurde das Unmögliche möglich gemacht und wir waren tatsächlich 15 Minuten später in der Halle und hatten mit dem ATSV sogar „unseren“ Gegner.

Spiel 1 gegen den ATSV

Mit den 6 Strategen von gestern + Laura und Adam spielten wir souverän und hatten die Möglichkeit, einiges auszuprobieren. Unser Youngster Adam schoss endlich sein erstes Tor (GRATULATION !) und auch Laura traf am heutigen Tage so einige Male. Wolfgang und Frank Arndt am Protokolltisch schrieben ein vorbildliches Protokoll mit 15 Toren für uns und einem Tor für den ATSV.

Spiel 2 in Mixed-Teams

Da während des Spiels schon mal das Wort „langweilig“ fiel, wurden nach dem offiziellen Spiel die Mannschaften gemischt und noch ein Trainingsspiel hinterher gespielt. Das war schon viel ausgeglichener und hat damit allen deutlich mehr Spaß gemacht.

Großes Glück hatten wir als nach dem Trainingsspiel plötzlich die Winsener Mannschaft auftauchte und an diesem Chaos-Tag überhaupt keinen Gegner hatte. Die haben wir uns gleich „gekrallt“, um unser „offizielles“ Rückspiel zu absolvieren.

Spiel 3 gegen Winsen

Hier hatten wir, genau wie im Hinspiel, viel Raum, um etwas auszuprobieren (3 Pässe auf die Hand vor einem Torschuss) und gewannen das Spiel letztlich 21 : 0, wobei Ede am Ende zu Recht im Feld eingesetzt werden wollte, weil die Winsener einfach nicht in die Nähe seines Tors kamen.

Das war ein "hammerhartes" Wochenende !

Nach 3 Stunden durchgehend Wasserball am Sonntag, war das bislang intensivste und erfolgreichste WaBa-Wochenende für die C-Jugend vorbei und wieder sind wir ein paar Schritte weiter, denn Spielerfahrung ist ganz klar das Entscheidende, um sich als Mannschaft weiter zu entwickeln. Um so bedenklicher stimmt es, dass bei anderen Mannschaften der Wille, diese Spielerfahrung zu sammeln, so nicht sichtbar wird und gähnende Leere im Olympiastützpunkt herrschte.
Aber auch wir dürfen nicht rumtönen: Die Besetzung mit 8 von eigentlich 11 Spielern von uns war auch nicht gerade so, dass wir von der Wechselbank aus dem Vollen schöpfen konnte.